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Zwischen KI und Schlagloch

Das Albert-Einstein-Gymnasium in Niederpleis war am 7. Mai Schauplatz eines besonderen Abendprogramms: Im Rahmen der Europawoche hielt Professor Dr. Michael Rademacher von der Hochschule Bonn-Rhein-Sieg einen Impulsvortrag zum Thema „Zwischen KI und Schlagloch – Europas Sicherheit und Werte“.

Rademacher lehrt im Fachbereich Informatik und leitet die Forschungsgruppe MCLab, die gemeinsam mit dem Fraunhofer FKIE angewandte Forschung zur Sicherheit drahtloser Kommunikationsnetzwerke betreibt. In seinem Vortrag zeigte er auf, wie rasant sich KI-Systeme entwickeln – von der Texterstellung bis zur medizinischen Diagnostik – und welche gesellschaftlichen Fragen damit verbunden sind.

Im Mittelpunkt standen Datenschutz, Desinformation, soziale Ungleichheit und Europas Position im globalen KI-Wettbewerb. Besonders nachdenklich stimmte ein Gedanke aus dem Vortrag: Wer Einstiegsaufgaben im Beruf automatisiert, beseitigt damit genau den Ort, an dem geistige Fähigkeiten erst trainiert werden.

Nach dem Vortrag folgte ein Podiumsgespräch, moderiert von den AEG-Lehrern Stefan Müller und Sebastian Lenze. In vier Frageblöcken zu den Themen Freiheit, Demokratie, Gleichheit sowie Bildung und Arbeitsmarkt diskutierten sie mit dem Referenten die Auswirkungen der KI-Entwicklung auf Gesellschaft und Schule. In einer dritten Runde konnten auch die Schüler eigene Fragen stellen – und machten davon regen Gebrauch.

Die Veranstaltung zeigte einmal mehr, wie eng technologischer Wandel und europäische Werte miteinander verbunden sind – und wie wichtig es ist, diese Diskussion auch in die Schulen zu tragen.

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