NABU Exkursion

Flüsse und Bäche sind vielfältige und faszinierende Lebensräume für Pflanzen und Tiere. Auf dem Grunde des Flusses tummeln sich jede Menge kleiner Lebewesen, die das Gewässer als ständigen oder vorrübergehenden Wohnsitz nutzen und anhand derer man die Gewässergüte bestimmen kann. Dieser „Saprobienindex“ zeigt, wie belastet ein Fluss, Bach oder See ist. Dafür untersucht man das Wasser auch auf Schadstoffe und Nährstoffe, aber vor allem die kleinen Tiere wie Insektenlarven oder Schnecken dienen als Zeigerorganismen. Manche Arten leben nur in ganz sauberem Wasser, andere überleben auch starke Verschmutzung. Je mehr empfindliche Arten im untersuchten Bereich leben, desto besser ist die Wassergüte. Die Ergebnisse helfen nicht nur dabei den Zustand zu bewerten, sondern Maßnahmen zum Schutz können geplant werden.

Ein tolles Thema, was von Dr. Tina Klöppel am letzten Samstag im Auftrag des NABU an der Agger angeboten wurde. 17 Kinder und acht interessierte Erwachsene hörten sich die spannenden Ausführungen der Biologin in der Naturschule Aggerbogen an und konnten kaum abwarten, selbst zu schauen, was in der Agger noch so los ist. „Wir werden ein wahres Paradies unter den Steinen finden,“ hoffte Klöppel „und werden natürlich sehr vorsichtig mit allem umgehen, was wir entdecken. Die Tierchen sind ohnehin schon starr vor Schreck und schlecht gelaunt, wenn sie aus ihrem Zuhause aufgeschreckt werden“. Das war für die Kinder natürlich eine Selbstverständlichkeit. In den letzten 25 Jahren ist das Thema immerhin 987 mit Schulklassen in der Naturschule Aggerbogen durchgenommen worden und immer noch „Ist in der Agger ganz schön viel los“, weiß Petra Hammes, die Gruppenleiterin der NABU Kindergruppe Aggerfrösche. „Ebenso erscheint es nahezu wie ein Wunder, dass sich nicht durch all die von den Kindern verlorenen Untersuchungs-Pinseln ein neues Wehr am Aggerschlösschen entwickelt hat“, lacht Hammes.

Am Ende der spannenden Untersuchungen wissen alle Kinder und die Erwachsenen, dass die Gewässerqualität der Agger ziemlich perfekt ist, denn „Köcherfliegen lügen nicht“!

Manuela Giannetti

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